Bunte Bilder
Schneidest von bunten Bildern die Ecken ab?
Hast damit die Vergangenheit farbig gemacht?
Deine Stärke, dein Lachen färbt rosarot,
was im grauen Matsch versinken droht.
Und meine Fasern stehen still,
weil ich deine Stärke genießen will.
Sanfter Nebel lullt mich ein,
schnell wird er verdunstet sein.
Willst du? Willst Du? Willst Du wiederhaben
was niemals gewesen ist?
Sammle bunte Ecken ein.
Lass mich ruhig schrein.
. . . . . . . . . .
Auf der Suche
Was soll das? Was machst du da?
Geh aus meinem Kopf,
aus meinen Augen,
geh aus meinen Ohren.
Es fühlt sich viel zu stark,
zu schwach,
zu wundervoll an.
Was soll das? Was machst du da?
Ich bin viel zu stark,
viel zu klar,
du hast keine Chance.
Was soll das? Was machst du da?
Bleib in meinem Kopf,
in meinen Augen
und in meinen Ohren.
Es fühlt sich viel zu wundervoll an.
. . . . . . . . . .
Pinsel tut was ich nicht kann
Pinsel tut was ich nicht kann,
Streichelt deinen Körper an.
Schenkt mir einen Teil von dem,
was in meinen Träumen bleibt.
Weiter Pinsel zeige mir,
wohin ich mich führ.
Geh mit mir meinen Weg,
denn soweit kenn ich mich
-
Nicht.
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Angekommen
Zurückgekommen,
Wieder da!
Gestrandet,
Gelandet,
Geliebter Teppich bist wieder da.
Umstreichle mich,
stärk meine Glieder.
Tanken, tanken,
Tanke euch.
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Gedanken an das, was man tut
Es war der Baum der Gärtner und der ist gelaufen,
um sich für seinen Garten einen schönen Menschen zu kaufen.
Er stellt ihn sich hin und schaut sich an,
was er an dessen Schönheit noch verbessern kann.
Da kommt ihm eine Idee in den Sinn,
die Finger am Menschen, gehören da so nicht hin.
Und was er gedacht, mit der Schere er tut,
Und schneidet sie ab und findet es gut.
Er ist taub für des Menschen schrei’n, und blind für dessen Pein.
Und der Mensch verblutet und vergeht.
Und der Baum der Gärtner muss wieder laufen,
um sich einen neuen Menschen zu kaufen.
Und dieser überlebt und seht, er rafft sich auf,
er verschmerzt seine fehlenden Glieder und steht.
Und er wäre sicher zur vollen Schönheit gekommen,
hätte der Baum, der Gärtner, nicht wieder eine Idee und
die Schere zur Hand genommen.
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Heute
Heute ist der Tag,
an dem eine Lüge meine bunte Seele überschwappt.
Heute ist der Tag,
an dem mich deine Kälte überlappt.
Kannst du mich nicht mehr hören?
Verbannt,
verlernt,
verkannt.
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Mondmann
Mond scheint kälter im Winter,
Sterne sind sehr klar.
Weißes wird tanzen,
Mondmann ums Haar.
Umkringelt die Seele,
umtanzt seinen Bart.
Wird schaffen die Wärme,
dass der Himmel aufklart.
Verschmilzt alle Kälte,
aus Liebe, die Sterne zum Heiß.
Lässt Flocken schnell sterben.
War fürs tanzen
viel zu hoher Preis.
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Steppe
Freiheit in mir, ein Spiegel das Land,
Friede in mir, Birken am Rand.
Glutheißer Wind umspielt mein Gesicht
und küsst meine Seele,
ich kenne dich nicht.
Ich atme dich ein, du weites Land,
auf meiner Zunge dein Geschmack und dein Sand.
Getrockneter Boden, Gras bis zum Knie,
du geliebtes Land, ich sah dich noch nie.
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Schneiderlein
Der Glanz Deiner Kleider bedeckt Dich zum Schein,
Umwebt Dein Haus, filzt andere klein.
Umgarnt Deine Sinne, färbt Rosa- Rot
-
Macht
-
ist was Du brauchst,
da Dein Klein- Karo droht.
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Volle Betäubung
Blütenzauber - totale Magie
Volle Betäubung - Windmelodie
Raue Rinde- breit und groß
Lockst mich bei Nacht, lässt mich nicht los.
Nimmst mir die Angst - was hast du für Macht?
Dein weiches Moos ist die Decke bei Nacht.
Reinweißer Schnee, Glitzer und Eis
Kristalltropfenregen
-
Prinzessinnenscheiß!
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Eiskalter Kreis von Menschlichkeit,
verschobene Grenze Gerechtigkeit.
Mit falschem Schein zur Macht gekommen,
hochmütig eines nicht vernommen
-
die Wunde die Du der Seele gebracht,
hat diese extra stark gemacht.
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Rebellion
Der Kampf ist ohne Laut, die Häuser sind die Burgen, sie wurden nie erbaut.
Die Blinden können sehen, bei Tag und auch bei Nacht, der Turm, der steht ganz oben,
verfalle keiner Macht.
Nicht mit den Augen sehen, die Frage ohne Wort,
nicht den geraden Weg gehen, zu Hause ist jeder Ort.
Der Wind zeigt keiner Fahne je die Richtung an,
der Vater ist nie männlich,
die Frau ist stets der Mann.
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Faltengeschichten
Die Geschichten aus meinem Leben
weben Falten in mein Gesicht.
Gerettete Erinnerungen von Trauer und vom Glück.
So zart wie sie sich winden zeichnen sie ein Bild,
komm Spiegel lass mich sehen
-
mein Leben das war wild.
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An den Tagen,
an denen Dein Grau über meine Seele schwappt,
an den Tagen,
an denen mich Deine Bosheit überlappt,
versuch ich zu begreifen,
auch Du bist nur einer von Milliarden
winzigster Tropfen auf einem heißen Stein.
So schnell er verdunstet
soll Dein grau auf mir verdunstet sein.
Und dieser Dunst nährt mich und ich weiß,
ich bin ich,
Du bist Du,
lass mich in Ruh!
. . . . . . . . . .
Nichts
Dein Nichts macht meine Glieder schmerzen
und tötet alle Farbe in mir.
Will nichts mehr fragen,
will nichts mehr sagen.
Will nicht mehr gehen,
will keine Hände mehr sehen.
Nichts will ich sein,
unsichtbar klein.
. . . . . . . . . .
Der Baum
Na Baum?
Bist Mutter geworden?
Prall und selbstzufrieden in der Sonne glänzend
mit hunderten von Früchten deiner selbst?
Du bist es, die das Leben weiter gibt auf dieser Erde.
Warte, bald wird dein Samen nicht mehr dir gehören.
Was bringt das Leben dann?
Siehst du es noch?
Birgt es noch?
Braucht es dich noch?
Baum, kannst du laufen?
Laufen, rennen, rennen, laufen,
schneller, langsamer?
Schnell, sonst ist es zu Ende.
Was hast du geschafft?
Hunderte Samen, na und?
Leben gesichert, na und?
Deinen Herbst findet bald keiner mehr schön.
Du hast das Kind,
die Anderen die Welt.
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Der Löwe
Der Löwe ist ein schönes Tier.
Majestätisch streckt er seine Glieder
und er kämpft auch immer wieder.
Sein Symbol ist Macht und Kraft
und hat sich Respekt verschafft.
Gerechter Kampf und ganz Allein
-
Du kannst der Löwe nicht sein!
Du kannst nur lautlos um dich schrein.
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Was wäre wenn
Was wäre wenn ich zurückblicken könnte.
Was wäre wenn ich sehen könnte.
Was wäre wenn ich fühlen könnte.
Was wäre wenn ich schreien könnte.
Was wäre wenn?
.
Dann wäre meine Seele tot.
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Sehen
Sehen wie Wolken ziehen
- Meine Gedanken.
Sehen wie Schnee glitzert
- Meine Augen
Sehen wie Wasser fließt
- Meine Tränen
Sehen wie Eis zerbricht
- Mein Herz
Sehen wie Sonne scheint
- Meine Seele.
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Film ab
Film ab, Tag eins und erste Szene:
Der Löwe ganz Held mit rossiger Mähne.
Er treibt das Schaf bis dies nicht mehr kann
Und dann verliert er auch noch einen Zahn,
weil er das Schaf zu mächtig reißt
und an dessen sanften Kringeln irgendwie daneben beißt.
Film ab, Tag zwei und zweite Szene:
Der Löwe noch Held mit rossiger Mähne.
Muss weiter auf der Erde verbleiben
und weiter Schafe zusammentreiben.
Das Schaf im Himmel wolkengleich, ganz nah bei der Sonne,
das Fell wolkenweich.
Film ab, Tag drei und dritte Szene:
Der Löwe bekommt eine graue Strähne.
Frohlockend und jauchzend ganz weit oben
sieht er das Schaf mit den Wolken toben.
Der fehlende Zahn hat über Nacht
die anderen Zähne ganz mürbe gemacht.
Seine Macht ist zu Ende, hungernd und klein, geht der Löwe langsam ein.
Die Wolkenschafe am Himmel, die vielen,
freuen sich mit dem zahnlosen Löwen zu spielen.
Die Szenen im Kasten, die Tage vorbei.
Was neben dem Leben noch wichtig sei.
Fällt dir dazu eine Frage nur ein:
Schaf oder Löwe- was willst du sein?
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Für Ingrid
Das Kissen das Du mir gegeben hast
Bongos in der Sommernacht,
die Decke aus Sternen noch dazu,
das bist DU, bist nur Du.
Vermissen will ich Dich nie.
Verbunden in einem Kreis.
Gleicher Klang
Gleicher Schlag
Synergie
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